Psoriasis-Arthritis

AmgenCare Login

Username
Password
<

Psoriasis-Arthritis

Was ist Psoriasis-Arthritis?

Die Psoriasis-Arthritis ist eine Entzündung der Gelenke, die in Verbindung mit Schuppenflechte (Psoriasis) auftritt. Die Arthritis verursacht anhaltende (chronische) Gelenkentzündungen. Hierbei greifen körpereigene Abwehrzellen die Gelenkschleimhaut an, die das gesamte Gelenk von innen bekleidet. Es sind aber häufig andere Gelenke betroffen als bei der rheumatoiden Arthritis. Die Psoriasis-Arthritis kann mithilfe dieses typischen Gelenkbefalls erkannt werden.
Die Schuppenflechte, bei welcher die körpereigenen Abwehrzellen die Zellen der eigenen Haut angreifen, tritt dabei oftmals Jahre vor der Erkrankung der Gelenke auf.

Wie viele Menschen leiden an Psoriasis-Arthritis?

Die Angaben zur Häufigkeit der Erkrankung schwanken stark. Durch die modernen Methoden zur Erkennung (Diagnose) einer Krankheit hat man festgestellt, dass 15–47 % der Menschen mit Schuppenflechte eine Psoriasis-Arthritis entwickeln. In diesem Stadium der Erkrankung haben die Betroffenen noch keine schweren Krankheitsbeschwerden – diese treten im Laufe der Zeit bei 60 % der Patienten auf. Die Betroffenen sind meist zwischen 30 und 55 Jahre alt.

Wie entsteht eine Psoriasis-Arthritis?

Die Ursachen der Psoriasis-Arthritis sind bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Als gesichert gilt, dass die Veranlagung zur Psoriasis Arthritis vererbt wird. Durch die erbliche Veranlagung alleine bricht die Krankheit allerdings nicht aus. Es müssen weitere Risikofaktoren hinzukommen.
Mögliche Auslöser:
  • Infektionen
  • Arzneimittel
  • Allergien
  • hormonelle Umstellungen
  • eventuell auch Stress

Wie äußert sich eine Psoriasis-Arthritis?

  • Bei 75 % der Erkrankten reagiert zuerst die Haut. Sie bildet die Krankheitszeichen der Schuppenflechte aus: rote, scharf umrissene, leicht erhabene und meist rundliche Flecken, die sich silbrig-weiß schuppen und jucken.
  • Die Gelenkentzündungen haben häufig Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen zur Folge.

Was sind die Folgen von Psoriasis-Arthritis?

Die Psoriasis-Arthritis beginnt schleichend mit dem Befall nur weniger Gelenke. Betroffen sind meist Finger- oder Zehengelenke. Sie sehen dann wurstförmig verdickt aus. Die Gelenkentzündungen können jedoch auch andere Gelenke befallen. Dies sind dann häufig Knie- oder Sprunggelenke sowie der untere Rücken.

Wie sieht die Behandlung einer Psoriasis-Arthritis aus?

Bei einer frühen Behandlung der Psoriasis-Arthritis kann die Funktionsfähigkeit der Gelenke besser erhalten werden. Deshalb ist es sehr wichtig, so früh wie möglich mit der Behandlung zu beginnen. Die Behandlung besteht aus mehreren Teilen:
  • schmerzlindernde und entzündungshemmende Arzneimittel
  • Krankengymnastik, Ergotherapie (gezielter Einsatz von individuell sinnvollen Tätigkeiten zur Unterstützung der Patienten)
  • Bestrahlung mit UV-Licht (Phototherapie)
  • Arzneimittel, die im ganzen Körper wirken (systemische Arzneimittel wie beispielsweise Biologika)
  • Auch eine angepasste Ernährung kann die Krankheit positiv beeinflussen.

Wie sieht eine Behandlung mit Arzneimitteln aus?

Mit den modernen Behandlungsmethoden kann ein Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlangsamt oder sogar völlig zum Stillstand gebracht werden.

Mittel gegen Schmerzen

Diese Arzneimittel reduzieren zwar die Krankheitszeichen wie Schmerz und Entzündungen. Sie haben jedoch keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf.
  • Kortison
  • nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Diclofenac, Coxibe oder Ibuprofen

Arzneimittel zur Behandlung der Psoriasis-Arthritis (Basisbehandlung)

Es gibt allerdings auch Arzneimittel, die das Fortschreiten der Krankheit langfristig hemmen können (krankheitsmodifizierende Arzneimittel oder auch DMARD). Zum Einsatz kommen z. B.: Methotrexat (MTX) oder Leflunomid.
Diese Behandlung wird nicht nur bei momentanen Beschwerden, sondern regelmäßig und dauerhaft durchgeführt. Daher wird sie als Basisbehandlung (Basistherapie) bezeichnet.

Behandlung mit Biologika bzw. Biosimilars

Bei manchen Menschen reichen die klassischen Arzneimittel nicht aus, um die Entzündung unter Kontrolle zu bringen. Dann kann eine Behandlung mit sogenannten Biologika bzw. Biosimilars weiterhelfen. Biologika sind biologisch in lebenden Zellen hergestellte Wirkstoffe. In der Psoriasis-Arthritis -Behandlung kommen sie als Abwehrstoffe zum Einsatz, die gegen bestimmte Entzündungsbotenstoffe wirken oder bestimmte Zellen der körpereigenen Abwehr hemmen.
Ein Biosimilar ist wie das Biologikum ein biotechnologisches Arzneimittel. Es ist ein Nachbau eines Biologikums, das bereits zugelassen ist (Referenzprodukt). Die Entwicklung und Herstellung von Biosimilars ist ähnlich aufwendig wie die der Referenzprodukte. Biosimilars sind dabei genauso wirksam und verträglich wie die Referenzprodukte – dies ist durch Studien belegt. Als Biologika werden auch Biosimilars in lebenden Zellen hergestellt. Diese Zellen sorgen bei der Produktion immer wieder für winzige Veränderungen – wie bei körpereigenen Substanzen auch. Biosimilars sind deswegen niemals komplett identisch mit dem Referenzprodukt. Ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit ist dabei gewährleistet.

Zurück nach oben