Nicht infektiöse Uveitis

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Nicht infektiöse Uveitis

Was ist eine nicht infektiöse Uveitis?

Die nicht infektiöse Uveitis ist eine entzündliche Erkrankung, die bestimmte Teile des Auges im Augeninneren (Uvea) betrifft. Sie kann sowohl in Schüben, als auch andauernd (chronisch) verlaufen.

Wie viele Menschen leiden an nicht infektiöser Uveitis?

In den USA und Mitteleuropa sind etwa 115 Personen von 100.000 Einwohnern von einer entzündlichen Erkrankung des Augeninneren (der Uvea) betroffen, wobei die nicht infektiöse Uveitis hierbei einen Teil der Betroffenen ausmacht. Erwachsene erkranken öfter als Kinder.

Wie entsteht eine nicht infektiöse Uveitis?

Oft entsteht eine Uveitis im Zusammenhang mit anderen, nichtinfektiösen Erkrankungen. Besonders häufig sind dies Gelenkerkrankungen, z. B. der Morbus Bechterew oder die juvenile chronische Arthritis. Ärzte und Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich um eine sogenannte Autoimmunerkrankung handelt. Bei diesen Krankheiten richtet sich die körpereigene Abwehr gegen Strukturen im Auge. Mögliche Auslöser sind der Kontakt zu Mikroorganismen (Krankheitserregern, Viren) oder deren Giftstoffen (Toxine).

Wie äußert sich eine nicht infektiöse Uveitis?

Die Krankheitsbeschwerden können plötzlich oder langsam beginnen.
Typische Krankheitsbeschwerden sind:
  • Sehverschlechterung des betroffenen Auges
  • Nebel-, Schleier- oder Schattensehen
  • Das Sehen von Punkten oder Flecken, die entweder hin- und herschwimmen, oder immer an der gleichen Stelle sind.
  • Größere Gesichtsfeldausfälle – Das Gesichtsfeld ist der Bereich, den man sieht, wenn man geradeaus blickt, ohne die Augen zu bewegen.

Was sind die Folgen einer nicht infektiösen Uveitis?

Bei der Uveitis kann es zu erheblichen Komplikationen kommen:
  • Eintrübung der Augenlinse (Katarakt)
  • Anstieg des Augeninnendrucks (Glaukom)
  • Einlagerung von Kalzium in die Hornhaut (Bandkeratopathie)
  • Entwicklung eines sogenannten Makulaödems (Wassereinlagerung im Auge an der Stelle des schärfsten Sehens)

Wie sieht die Behandlung der nicht infektiösen Uveitis aus?

Die Ziele der Behandlung sind:
  • Erreichen einer Funktionsbesserung des Auges
  • Verhinderung von Rückfällen
  • Vermeidung von Komplikationen und weiteren Schäden

Wie sieht eine Behandlung mit Arzneimitteln aus?

Für die Behandlung der nicht infektiösen Uveitis im hinteren Augenbereich werden folgende Arzneimittel verwendet:
  • Kortison
  • Cyclosporin (unterdrückt die körpereigene Abwehr)
  • Bei einer längerfristigen Behandlung mit Arzneimitteln werden zur Vermeidung der Nebenwirkungen von Kortison sogenannte DMARDs eingesetzt. DMARDs sind krankheitsbeeinflussende (krankheitsmodifizierende) Arzneimittel, die das Fortschreiten der Krankheit langfristig hemmen können.

Behandlung mit Biologika bzw. Biosimilars

Bei manchen Menschen reichen die klassischen Basisarzneimittel nicht aus, um die Entzündung unter Kontrolle zu bringen. Dann kann eine Behandlung mit sogenannten Biologika bzw. Biosimilars weiterhelfen. Biologika sind biologisch in lebenden Zellen hergestellte Wirkstoffe. In Behandlung der nicht infektiösen Uveitis kommen sie als Abwehrstoffe zum Einsatz, die gegen bestimmte Entzündungsbotenstoffe wirken oder bestimmte Zellen der körpereigenen Abwehr hemmen.
Ein Biosimilar ist ein Biologikum, d.h. ein biotechnologisch hergestelltes Arzneimittel. Es ist ein Nachbau eines Biologikums, das bereits zugelassen ist (Referenzprodukt). Die Entwicklung und Herstellung von Biosimilars ist ähnlich aufwendig wie die der Referenzprodukte. Biosimilars sind dabei genauso wirksam und verträglich wie die Referenzprodukte – dies ist durch Studien belegt. Als Biologika werden auch Biosimilars in lebenden Zellen hergestellt. Diese Zellen sorgen bei der Produktion immer wieder für winzige Veränderungen – wie bei körpereigenen Substanzen auch. Biosimilars sind deswegen niemals komplett identisch mit dem Referenzprodukt. Ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit ist dabei gewährleistet.

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