Axiale Spondyloarthritis

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Axiale Spondyloarthritis

Was ist axiale Spondyloarthritis?

Die axiale Spondyloarthritis ist eine sogenannte Autoimmunerkrankung, die den ganzen Körper betrifft. Hierbei greifen körpereigene Abwehrzellen hauptsächlich die Gelenke der Wirbelsäule an.

Wie viele Menschen leiden an axialer Spondyloarthritis?

Die axiale Spondyloarthritis ist die zweithäufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung in Deutschland. Ungefähr 1 Million Menschen leiden an dieser Krankheit. Sie beginnt meistens zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Männer sind ungefähr doppelt so oft betroffen wie Frauen.

Wie entsteht eine axiale Spondyloarthritis?

Die Ursachen der axialen Spondyloarthritis sind bis heute nicht völlig bekannt. Wissenschaftler und Ärzte glauben, dass die Krankheit durch ein multifaktorielles Geschehen ausgelöst wird. Eine multifaktorielle Erkrankung ist eine Erbkrankheit, die nicht nur durch Abweichungen des Erbmaterials entsteht. Das heißt, für die Verwandten 1.
Grades (zum Beispiel Kinder der Betroffenen) ist das Risiko auch an axialer Spondyloarthritis zu erkranken, ungefähr 8 % größer als bei familiär unbelasteten Menschen. Die erbliche Belastung alleine lässt aber in der Regel die Krankheit nicht ausbrechen. Damit dies geschieht, müssen unterschiedliche Einflüsse hinzukommen, dies sind zum Beispiel bakterielle Entzündungen.

Wie äußert sich eine axiale Spondyloarthritis?

Das charakteristischste Symptom sind tiefsitzende Rückenschmerzen, die länger als drei Monate anhalten. Sie treten vor allem nachts auf und können ins Gesäß oder die Oberschenkel ausstrahlen. Außerdem fühlen sich Patienten oft müde und abgeschlagen. Die anhaltende Entzündung kann in späten Stadien der Krankheit zu einer Verknöcherung der Wirbelsäule führen.
Da die axiale Spondyloarthritis eine Autoimmunerkrankung ist, die den ganzen Körper betrifft, kann sich die Erkrankung an weiteren Stellen des Körpers zeigen:
  • Entzündete und schmerzende äußere (periphere) Gelenke
  • Schuppenflechte (entzündete Stellen an der Haut)
  • Entzündung der Augen oder des Darms

Was sind die Folgen einer axialen Spondyloarthritis?

Wenn keine entzündungshemmende Behandlung durchgeführt wird, kann sich in späten Stadien der Krankheit die Wirbelsäule komplett versteifen (Bambuswirbelsäule). Dies führt zu Bewegungseinschränkungen und dem typischen Rundrücken.

Wie sieht die Behandlung der axialen Spondyloarthritis aus?

Unbehandelt führt die axiale Spondyloarthritis zu bleibenden Schäden und einer Versteifung der Wirbelsäule. Deshalb ist es sehr wichtig, so früh wie möglich mit der Behandlung zu beginnen. Die Behandlung der axialen Spondyloarthritis besteht aus mehreren Teilen:
  • Schmerzlindernden und entzündungshemmenden Arzneimitteln
  • Krankengymnastik, Ergotherapie (gezielter Einsatz von individuell sinnvollen Übungen zur Unterstützung der Patienten)
  • Bewegungstherapie

Was bewirkt eine Behandlung mit Arzneimitteln?

Mit den modernen Behandlungsmethoden kann ein Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlangsamt oder sogar völlig zum Stillstand gebracht werden.

Arzneimittel gegen Schmerzen

Diese Arzneimittel reduzieren zwar die Krankheitszeichen wie Schmerz, Entzündungen und Gelenksteife, sie haben jedoch keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf.
  • Kortison
  • Nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Diclofenac oder Ibuprofen

Behandlung mit Biologika bzw. Biosimilars

Bei manchen Menschen reichen NSAR nicht aus, um die Entzündung unter Kontrolle zu bringen. Dann kann eine Behandlung mit sogenannten Biologika bzw. Biosimilars weiterhelfen. Biologika sind in lebenden Zellen hergestellte Wirkstoffe. In der Behandlung der axialen Spondyloarthritis kommen sie als Abwehrstoffe zum Einsatz, die gegen bestimmte Entzündungsbotenstoffe wirken oder bestimmte Zellen der körpereigenen Abwehr hemmen.
Ein Biosimilar ist wie das Biologikum ein biologisches Arzneimittel. Es ist ein Nachbau eines Biologikums, das bereits zugelassen ist (Referenzprodukt). Die Entwicklung und Herstellung von Biosimilars ist ähnlich aufwendig wie die der Referenzprodukte. Biosimilars sind dabei genauso wirksam und verträglich wie die Referenzprodukte – dies ist durch Studien belegt. Als Biologika werden auch Biosimilars in lebenden Zellen hergestellt. Diese Zellen sorgen bei der Produktion immer wieder für winzige Veränderungen – wie bei körpereigenen Substanzen auch. Biosimilars sind deswegen niemals komplett identisch mit dem Referenzprodukt. Ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit ist dabei gewährleistet.

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