Chronisch-entzündliche Erkrankungen

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Rheumatoide Arthritis

Was ist rheumatoide Arthritis?

Die rheumatoide Arthritis ist eine sogenannte Autoimmunerkrankung, die anhaltende (chronische) Gelenkentzündungen verursacht. Hierbei greifen körpereigene Abwehrzellen die Gelenkschleimhaut an, die das gesamte Gelenk von innen bekleidet. Ihre Hauptaufgabe ist die Herstellung von Gelenkflüssigkeit.

Wie viele Menschen leiden an rheumatoider Arthritis?

In Deutschland sind ungefähr 660.000 Menschen von der rheumatoiden Arthritis betroffen. Bei Männer tritt die Erkrankung oft erstmals zwischen dem 65. und 75. Lebensjahr auf, bei Frauen zwischen dem 55. und 64. Lebensjahr.

Wie entsteht eine rheumatoide Arthritis?

Trotz intensiver Forschung sind die eigentlichen Ursachen noch nicht bekannt. Ärzte und Wissenschaftler vermuten folgende Gründe:
  • zu 50–80 % erblich bedingte Veranlagung (z. B. sind eineiige Zwillinge oder auch manche Familien häufiger betroffen)
  • Entzündungen wie z. B. eine Zahnwurzelhautentzündung durch bestimmte Bakterien können die Krankheit auslösen.
  • Rauchen scheint die Entstehung der rheumatoiden Arthritis sehr zu begünstigen. Nachweisbar verschlechtert es den Krankheitsverlauf.
  • weitere bisher noch unbekannte Faktoren

Wie äußert sich eine rheumatoide Arthritis?

Die rheumatoide Arthritis zeigt sich meist durch folgende Symptome:
  • geschwollene Gelenke
  • nachts und morgens Gelenkschmerzen
  • Morgensteifigkeit der Gelenke. Sie verbessert sich normalerweise nach Bewegung, kann aber auch über mehrere Stunden anhalten.
  • Rheumaknoten (gummiartige Verdickungen unter der Haut, meist an Fingern und Ellenbogen)
  • allgemeines Krankheitsgefühl, wie z. B. nächtliches Schwitzen, Müdigkeit und Erschöpfung
Zu Beginn sind oft nur die kleinen Gelenke der Finger und Zehen betroffen. Innerhalb kurzer Zeit (einige Wochen oder Monate) breitet sich die Entzündung auch auf größere Gelenke (z. B. Schultern, Ellenbogen oder Knie) aus.

Was sind die Folgen von rheumatoider Arthritis?

Wenn keine entzündungshemmende Behandlung durchgeführt wird, werden der Gelenkknorpel (knorpeliger Überzug am Ende eines Gelenks) und der Knochen mit der Zeit zerstört. Dies macht letztlich die Gelenke funktionsunfähig und verursacht Schmerzen.

Wie sieht die Behandlung der rheumatoiden Arthritis aus?

Unbehandelt führt die rheumatoide Arthritis zu bleibenden Schäden an den Gelenken. Deshalb ist es sehr wichtig, so früh wie möglich mit der Behandlung zu beginnen. Die Rheuma-Behandlung besteht aus mehreren Teilen:
  • schmerzlindernde und entzündungshemmende Arzneimittel
  • Krankengymnastik, Ergotherapie (gezielter Einsatz von individuell sinnvollen Tätigkeiten zur Unterstützung der Patienten) und/oder Kältetherapie (gezielter Einsatz von Kälte)
  • als letzte Möglichkeit: eine Operation z. B. Ersatz der zerstörten Gelenke

Wie sieht eine Behandlung mit Arzneimitteln aus?

Mit den modernen Behandlungsmethoden kann ein Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlangsamt oder sogar völlig zum Stillstand gebracht werden.

Mittel gegen Schmerzen

Diese Arzneimittel reduzieren zwar die Krankheitszeichen wie Schmerz, Entzündungen und Gelenksteife, sie haben jedoch keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf.
  • Kortison
  • nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Diclofenac, Coxibe oder Ibuprofen

Arzneimittel zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis (Basisbehandlung)

Es gibt allerdings auch Arzneimittel, die das Fortschreiten der Krankheit langfristig hemmen können (krankheitsmodifizierende Arzneimittel oder auch DMARD). Zum Einsatz kommen z. B.: Methotrexat (MTX), Leflunomid, Sulfasalazin oder Chloroquin.
Diese Behandlung wird nicht nur bei momentanen Beschwerden, sondern regelmäßig und dauerhaft durchgeführt. Daher wird sie als Basisbehandlung (Basistherapie) bezeichnet.

Behandlung mit Biologika bzw. Biosimilars

Bei manchen Menschen reichen die klassischen Basisarzneimittel nicht aus, um die Entzündung unter Kontrolle zu bringen. Dann kann eine Behandlung mit sogenannten Biologika bzw. Biosimilars weiterhelfen. Biologika sind biologisch in lebenden Zellen hergestellte Wirkstoffe. In der rheumatoiden Arthritis-Behandlung kommen sie als Abwehrstoffe zum Einsatz, die gegen bestimmte Entzündungsbotenstoffe wirken oder bestimmte Zellen der körpereigenen Abwehr hemmen.
Ein Biosimilar ist ein Biologikum, d.h. ein biotechnologisch hergestelltes Arzneimittel. Es ist ein Nachbau eines Biologikums, das bereits zugelassen ist (Referenzprodukt). Die Entwicklung und Herstellung von Biosimilars ist ähnlich aufwendig wie die der Referenzprodukte. Biosimilars sind dabei genauso wirksam und verträglich wie die Referenzprodukte – dies ist durch Studien belegt. Als Biologika werden auch Biosimilars in lebenden Zellen hergestellt. Diese Zellen sorgen bei der Produktion immer wieder für winzige Veränderungen – wie bei körpereigenen Substanzen auch. Biosimilars sind deswegen niemals komplett identisch mit dem Referenzprodukt. Ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit ist dabei gewährleistet.

Mittel gegen Schmerzen

Diese Arzneimittel reduzieren zwar die Krankheitszeichen wie Schmerz, Entzündungen und Gelenksteife, sie haben jedoch keinen Einfluss auf den Krankheitsverlauf.
  • Kortison
  • nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) wie Diclofenac, Coxibe oder Ibuprofen

Arzneimittel zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis (Basisbehandlung)

Es gibt allerdings auch Arzneimittel, die das Fortschreiten der Krankheit langfristig hemmen können (krankheitsmodifizierende Arzneimittel oder auch DMARD). Zum Einsatz kommen z. B.: Methotrexat (MTX), Leflunomid, Sulfasalazin oder Chloroquin.
Diese Behandlung wird nicht nur bei momentanen Beschwerden, sondern regelmäßig und dauerhaft durchgeführt. Daher wird sie als Basisbehandlung (Basistherapie) bezeichnet.

Behandlung mit Biologika bzw. Biosimilars

Bei manchen Menschen reichen die klassischen Basisarzneimittel nicht aus, um die Entzündung unter Kontrolle zu bringen. Dann kann eine Behandlung mit sogenannten Biologika bzw. Biosimilars weiterhelfen. Biologika sind biologisch in lebenden Zellen hergestellte Wirkstoffe. In der rheumatoiden Arthritis-Behandlung kommen sie als Abwehrstoffe zum Einsatz, die gegen bestimmte Entzündungsbotenstoffe wirken oder bestimmte Zellen der körpereigenen Abwehr hemmen.
Ein Biosimilar ist ein Biologikum, d.h. ein biotechnologisch hergestelltes Arzneimittel. Es ist ein Nachbau eines Biologikums, das bereits zugelassen ist (Referenzprodukt). Die Entwicklung und Herstellung von Biosimilars ist ähnlich aufwendig wie die der Referenzprodukte. Biosimilars sind dabei genauso wirksam und verträglich wie die Referenzprodukte – dies ist durch Studien belegt. Als Biologika werden auch Biosimilars in lebenden Zellen hergestellt. Diese Zellen sorgen bei der Produktion immer wieder für winzige Veränderungen – wie bei körpereigenen Substanzen auch. Biosimilars sind deswegen niemals komplett identisch mit dem Referenzprodukt. Ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit ist dabei gewährleistet.

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